16. Juni 2025 | Gemeindeleben Leitung

Jüngerschaft leben – DU wirst gebraucht

16. Juni 2025

Liebe Gemeinde,
liebe Freunde und Gäste,

Wir wünschen uns Wachstum. So begann im letzten Feger (Ausgabe 114) ein Artikel, in dem es um die anstehenden Predigtserien und das daraus erhoffte Glaubenswachstum ging. In diesem Editorial möchte ich die Inhalte noch einmal in Erinnerung rufen und ermutigen, die nächsten Schritte zu gehen – jeder persönlich, wie auch wir, als ganze Kirche am Bahnhof.

Es waren viele Predigten zu verschiedenen Themen. DIE DREI starteten über 1. Korinther 13,13 und die Begriffe Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe – Gott selbst – als Grundlage für unser Handeln und Denken. Was für ein Fundament! Doch daraus folgt, dass das auch die Messlatte sein darf, an der wir unsere Liebe zu anderen messen. Die Reihenfolge bleibt aber: Die gute Nachricht der Bibel ist immer zuerst Zuspruch an uns, bevor sie Anspruch wird. Danach ging es bei Hoffnung und Glaube darum, dass Gott im Fokus steht. ER ist der Grund unserer Hoffnung, und ER ist der Grund und das Ziel unseres Glaubens. Auf ihn ausgerichtet ging es dann weiter in eine Serie aus kraftvollen Wahrheiten für alle Zeiten – über fünf Gleichnisse von Jesus. Was uns die Erzählung vom verlorenen Sohn heute noch sagen will, wieviel wir heute noch besitzen müssen, um wirklich glücklich zu sein und weitere relevante Alltagsfragen konnten darin Antworten finden.

„Achtung Ausfahrt: Damit der Glaube nicht auf der Strecke bleibt“ schloss daran an. Stehen wir in der Gefahr, ein umgekehrtes Evangelium zu leben? Ergänzen wir das, was Jesus zur Errettung tat durch eigene Handlungen wie Bibellesen, Beten, Gesetze halten – oder geht es nur um Jesus? Ja, diese Dinge sind wichtig und brauchen einen Platz in unserem Alltag. Doch Jesus allein rettet! Und er sagt: Fürchte dich nicht – wie wir an Ostern fokussiert haben.

Diese und noch viele weitere Lektionen dürfen wir lernen, wenn wir in der Nachfolge von Jesus leben. Und dieses Lernen – bei Jesus bleiben, von ihm beigebracht zu bekommen, wie die unbeschwerten Rhythmen der Gnade für unser Leben aussehen – das ist eine Kultur der Jüngerschaft, die wir als Gemeinde anstreben. Eng mit Jesus unterwegs. Wie Petrus. Und auch er lernte Lektionen fürs Leben. Kairosmomente, die Gott auch uns gibt. Momente, in denen wir merken: Jetzt gilt es. Jetzt gibt es einen Schritt zu tun. Jetzt kommt es darauf an, weise und mutig Gott zu vertrauen und zu handeln.

So wird es auch für uns als Kirche sein. Der Fokus dieses ersten Halbjahres war auf uns als Leib Christi, als seine Gemeinde gerichtet. Zur Auferbauung in Liebe, wie es Paulus vielleicht formulieren würde. Doch Kirche zu sein ist kein Selbstzweck, wir sind nicht dafür da, dass ich mich in einen Wohlfühl-Club begeben kann und dort berieselt werde mit „netten Botschaften“. Wir haben einen Auftrag. Einen göttlichen Auftrag. Denn er liebt alle Menschen – und wir sollen ihnen davon erzählen!

Deshalb darf dieses erste Halbjahr für uns vor allem eins sein: Ermutigung und Ermahnung, in unserer Jüngerschaft nicht den wichtigsten Aspekt zu vergessen: Zeugnis zu sein von Jesus Christus, unserem Herrn. Und das wollen wir gemeinsam in der Alpha-Phase im Herbst machen: Erzählen von unserem großen Gott und Menschen einladen, ihn kennenzulernen.

Und hier wird es ganz persönlich für jeden von uns: DU wirst gebraucht! Du darfst, kannst und sollst in deinem Umfeld Zeugnis sein und Menschen einladen. Einladen zu besonderen Gottesdiensten, die Gott erklären. Die berichten von dem, dass Gott heute noch erlebbar ist. Auch einladen zum Alpha-Kurs. Geh du mit Menschen hin, denen du gerne Gott vorstellen würdest. Bete für diese Phase, dass Aufbruch geschieht und Herzen erneuert werden.

Auf diese Art und durch den Beitrag jedes Einzelnen werden wir den Auftrag von Jesus erfüllen können.

Lasst uns Großes erwarten. Danke für den Beitrag, den DU mit einbringst!

Joachim Leu