23. März 2026 | Gemeindeleben Leitung

Festes Fundament in bewegten Zeiten

23. März 2026

Liebe Gemeinde,
liebe Freunde und Gäste,

wir leben in bewegten Zeiten. Politische Ereignisse überschlagen sich, wirtschaftliche Entwicklungen verunsichern, internationale Konflikte nehmen zu, und auch ganz persönlich kann es stürmisch werden – in der Familie, im Beruf, in der Gesundheit. Vieles von dem, was uns gestern noch selbstverständlich und sicher erschien, wirkt heute brüchig und fragil. Da ist es verständlich, wenn Fragen aufkommen: Wo finde ich in all dem noch echten Halt? Verliere ich meine Sicherheit? 

Schnell schauen wir auf genau diese Bereiche, aus denen auch die Unsicherheit stammt: auf Politik und Wirtschaft, auf Nachrichten und Kurse, auf Verträge, Versicherungen und Rücklagen. Manches davon ist wichtig und hat seinen Platz. Aber trägt es wirklich, wenn der Sturm stärker wird, wenn das Wasser steigt, wenn der Boden unter unseren Füßen zu rutschen beginnt? Oder brauchen wir eine andere, tiefere Grundlage, die nicht von Tagesmeldungen und Stimmungen abhängt?

Jesus erzählt in Matthäus 7 ein Gleichnis von zwei Männern, die jeweils ein Haus bauen. Der eine baut auf Sand, der andere auf Fels. Als der Sturm kommt, als Wind und Wasser an beiden Häusern rütteln, zeigt sich, welches Fundament trägt. Das Haus auf Sand stürzt ein, das Haus auf Fels bleibt stehen. Jesus erläutert danach: Wer seine Worte hört und danach handelt, der baut sein Leben auf festen Grund. Nicht die Abwesenheit von Stürmen ist der Unterschied, sondern das Fundament, auf dem wir stehen. 

Genau dazu sind wir als Gemeinde berufen: Unser Fundament soll Jesus selbst sein. Nicht unsere Programme, nicht unsere äußere Stabilität, nicht die Anzahl unserer Angebote geben uns am Ende Sicherheit, sondern der, auf den wir unser gemeinsames Haus bauen. Lasst uns als Kirche am Bahnhof bewusst gegründet sein in ihm: in seiner Liebe, in seinem Wort, in seiner Treue. Wenn er der Fels bleibt, auf dem wir stehen, dann werden wir auch stürmische Zeiten gemeinsam durchstehen können.

Und dabei bleibt es nicht beim „Wir“ allein, sondern es wird ganz persönlich. Auch deine Sorgen, Fragen und Ängste sind Gott nicht egal. In der Bibel heißt es: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ Du darfst das wörtlich nehmen: Du musst deine Last nicht allein tragen. Bring sie im Gebet zu Jesus, sprich mit anderen darüber, lass für dich beten. Er kennt deinen Weg, er sieht deine Tränen, und er bietet dir an, dein sicherer Halt in unsicheren Zeiten zu sein.

So wünsche ich uns als Gemeinde und dir ganz persönlich, dass wir gerade in stürmischer werdenden Zeiten neu entdecken, was es heißt, unser Haus auf den Felsen Jesus Christus zu bauen – und gerade dann, wenn es stürmt, bei ihm festen Grund unter den Füßen zu spüren.

Herzliche Grüße
Joachim Leu